@Alle: Soll die Öffentliche Verwaltung einfach alles rausrücken ?


Daten im öffentlichen Raum sind, wenn sie mit unseren Steuermitteln finanziert sind, dann auch öffentliches Gut und quasi schon vorab bezahlt ? So wie quasi auch die Banken, die ja jetzt mit unseren Steuergeldern gerettet sind und nun wirklich schnurstracks mal alles online stellen sollten So kann man den Gedanken ja weiterdenken und landet da auf dem Dorfplatz durchaus stattfindender Debatten.

Wo endet das Ganze, wer bestimmt, wo es endet und wo fängt es an ?

Ist die Grenze wirklich nur da erreicht, wo Privatpersonen durch Gebühren Daten bezahlt haben und diese sind quasi ausgeschlossen ? Wer müsste, wenn er die Daten nutzt, dafür bezahlen ?
Das ODN, wenn sie daraus einen schönen Atlas machen ?
Alles spannende Fragen, zu denen wir derzeit mit den Akteuren in der Stadt im Gespräch sind.

Nochmal zur Erinnerung: der Stammtisch @D2B1 findet am 28. Oktober statt.  Vom Austausch mit SenStadt werden wir da noch nichts berichten können, denn das Daniel Dietrich und die Mitstreiter haben ihr Gespräch mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, um zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt, erst am 9.November. Julia Witt

Aktueller Lesetipp:
http://www.zeit.de/digital/internet/2010-10/open-data-lizenzen-urheberrechte?page=1

4 Antworten

  1. Ich weiß, dieser Beitrag soll provokant sein; aber es gibt einen Unterschied zwischen der Überspitzung und der Mischarakterisierung einer Position. Letzteres ist hier passiert.

    Zum Thema „alle“ Daten: meine (Maximal-)Forderung ist die Freigabe aller nicht-personenbezogenen und nicht sicherheitsrelevanten öffentlichen Daten. Wenn wir denn auf so abstraktem Level rumhandeln müssen (was eher kontraproduktiv ist), gibts im Berliner IFG die Startposition der Stadt (http://www.datenschutz-berlin.de/attachments/513/IFG_berlin_bund.pdf), die nicht so arg weit davon entfernt ist aber i.B.a. Datenschutz eventuell nachgearbeitet werden müsste (dafür würde ich gern §10 weghandeln).

    Open Data fordert darüber hinaus natürlich auch die proaktive, maschinenlesbare und freie Verfügbarkeit der Daten unter Bedingungen die es möglich machen, die Daten frei zu nutzen, zu modifizieren und weiter zu verbreiten. Soweit der Definitionssumpf, den ich Ihren Fragen entgegen setzen will.

    Was das bezahlen angeht, würde ich an die Diskussion unter http://www.gov20.de/open-data-free-data/ verweisen und verkürzend hinzufügen: wenn es Geld kostet (und sei es für kommerzielle Nutzung), dann ist es einfach kein Open Data. Das heißt ja nicht dass es dadurch böse Daten sind, aber es ist dann einfach ne andere Baustelle.

  2. Open-Government-Data sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Grundsätze dabei sollten sein:
    1. Alles was nach dem IFG zugänglich ist, sollte auch in einem offenen und standardisierten Format vorliegen (zumindest sollte dieser Grundsatz als zukünftiger Standard gelten, dh. alle jetzt anfallenden Daten sollten, incl. Ausnahme-tagging von privaten Daten, von vornherein so strukturiert werden, Altdaten sind soweit dies zu vertretbaren Kosten geschehen kann aufzubereiten ).
    2. Wir brauchen flächendeckende vereinheitlichtere IFGs mit weniger Ausnahmen, insbes. im Bereich der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse.
    3. Wer jenseits der Existenzsicherung Staatsknete nimmt, an öffentlichen Ausschreibungen teilnimmt und alles was zumindest teilweise mit Staatsknete finanziert wird sollte ab einem Stichtag der IFG/Open-Data Freigabe unterliegen. (Stichtagsregelung ist nötig damit sich jeder auf zukünftige Änderung einstellen und von derartigen Projekten Abstand nehmen kann).
    4. Informationen öffentlich rechtlicher Medien sind auch rückwirkend dauerhaft elektronisch zugänglich zu halten.
    5. Beschränkungen obiger Regelungen aus der Wahrnehmung von Urheberrechten durch staatliche Körperschaften und von diesen beherrschte private juristische Personen sind unzulässig.

  3. […] hier den Beitrag weiterlesen: @Alle: Soll die Öffentliche Verwaltung einfach alles rausrücken … […]

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